Stuttgart (18.-21.11.2010) Drucken

  

5. European N-Scale Convention

 

"Liebe Freunde - Jetzt erst recht!"

So titulierte der N-Club International (NCI) sein erstes Einladungschreiben zur "5. European N-Scale Convention", die vom 18. bis 21.11.2010 auf der Messe Stuttgart stattfand. Die Internationale Modellbau-Austellung in Köln hatte den selben Termin angesetzt.

Dennoch veranstaltete der NCI diese einzigartige Convention im Rahmen der Modellbau Süd und dürfte damit Stuttgart als zentralen Veranstaltungsort für den Maßstab 1:160 etabliert haben, was auch die Besucherzahlen eindrücklich bewiesen. So waren es am Samstag innerhalb der ersten Stunden bereits 40.000 Messebesucher, von denen 30.000 zur Halle 6 strömten, in der die Modellbau Süd stattfand.

Auf einer Fläche von 1500 m ² mit einer Länge von über 400m bestehend aus über 350 Modulen zeigten die folgenden 13 Clubs aus den verschiedensten Nationen ihre Modulanlagen:

Es hat sich sicher für jeden Verein gelohnt, die teilweise doch sehr weite Anreise zu bewältigen, um Teil dieses Events zu sein. Wurde doch in diesem Jahr ein weiteres Highlight mit dem Tor zur N-Welt errichtet. Dieses überbrückte den Eingang in ca. 2,50m Höhe und verband (bestehend aus zwei Gleiswendeln sowie einer 4m langen Brücke mit einer Gesamtgleislänge von über 400m) die beiden Anlagenteile, so dass jedem Zug aus den teilnehmenden Anlagen das Befahren der anderen Anlagen ermöglicht wurde.

Ein ausführlicher Bildbericht dieser Ausstellung steht in der Bildergalerie.
Weiterhin verweisen wir auf die Bildberichte des veranstaltenden NCI und der teilnehmenden Modellbahnvereine.

 

Nach Vorbereitung am Samstag zuvor konnten 5 Mitglieder morgens um 7:00h mit der Verladung der Module und anschließender 3-stündiger Fahrt nach Stuttgart beginnen. Zu unserem Glück war die Anlage unserer Nachbarn noch nicht eingetroffen, sodass wir sofort mit dem Aufstellen beginnen konnten. Um 16.00h stand die Anlage komplett, und so konnte unser Cheftechniker mit der Einstellung der Fahr- und Bremsstrecken beginnen, dank derer es weder auf unserer noch auf der Strecke, die wir für den NCI bereitstellten, zu Problemen kam.

Die ersten beiden Ausstellungstage waren bereits stark besucht, was wir noch vor allem der gleichzeitig stattfindenden Messe zuschrieben. Jedoch stellte sich am Samstag und Sonntag heraus, dass wir uns in diesem Punkt geirrt hatten. Die ersten beiden Tage waren wie bereits im Vorjahr eher die Fachbesucher und das Wochenende eher die Familien die uns immer wieder neue Fragen stellten und unsere Anlage in ein Blitzlicht-Gewitter tauchten.

Ein Highlight jagte das nächste, so waren dies am ersten Tag der Besuch des ehemaligen Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth und der obligatorische Aussteller-Abend an dem jeder Verein mit Spezialitäten seines Landes die Anwesenden verköstigte.

Der Samstag wurde für uns durch 4 absolute Sensationen gekrönt. Dies war zum einen der Besuch von Hiroshi Kato, der dann auch noch am Highspeed Wettbewerb teilnahm, mit einem noch breiteren Lächeln als bei Japanern üblich. Hierbei konnte eines unserer Vereinsmitglieder, Holger F., den 4. Platz erzielen: Seine serienmäßige Fleischmann 140er erreichte eine Geschwindigkeit von umgerechnet 566 km/h.

Der Tag wurde dann beschlossen mit dem ebenfalls obligatorischem "I-N-G-A.Net" Abend,an dem die besten Module prämiert wurden.
Eine dreiköpfige (oder 6-aügige) Jury hatte aus den über 350 Modulen die 10 schönsten ausgewählt, um daraus von den Teilnehmern die besten 3 wählen zu lassen. Das Modul Schloss Badenberg unseres Vereinsmitglieds Rainer P. war eines davon, hatte allerdings ein paar Stimmen zu wenig um auf dem 3. Platz zu landen, und so kann nur unbestätigt der 5.Platz verkündet werden.

Der ebenfalls gut besuchte Sonntag endete für die Besucher um 18:00h. Für uns jedoch begann nach dem Spielen die Arbeit. Schließlich musste die komplette Anlage demontiert, verpackt und ohne Schäden nach München zurück verbracht werden, was schließlich gegen 1:00h morgens erledigt war. Somit endete eine wieder einmalige Convention, auf der wir eine Einladung fürs nächste Jahr erhalten haben.

Die N-Bahn Freunde München bedanken sich beim NCI für die Einladung sowie bei den anderen Teilnehmern für die gute Zusammenarbeit, die diese sensationelle Ausstellung ermöglicht hat. Denn, wie sagte der Obmann des AMC: Wir sind nicht daheim, aber wir fühlen uns zuhause.

 

Text: Rainer Philipp

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