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Elektrischer Aufbau Drucken

 

Die NFM Module sind untereinander elektrisch verbunden. 
Zweigleisige Module verwenden eine automatische Blockstellensteuerung.
Eingleisige Module werden manuell über Handregler gesteuert.
Dreigleisige Module verwenden eine Kombination beider Steuerarten.

 

Verdrahtung eines mehrgleisigen ModulsZweigleisige Module

Die elektrische Verbindung zwischen zweigleisigen Modulen erfolgt über eine 30-polige Steckverbindung der Bauart DIN 41622. Die Steckverbindung ist aufgrund ihrer asymetrischen Bauweise verpolungssicher. Die Steckverbindung ist mechanisch verriegelbar. Die Federleiste der Steckverbindung wird innerhalb des Moduls in der Nähe der westseitigen Kopfplatte fest montiert (im Bild oben links). Die Stiftleiste mit Steckergehäuse wird an einem frei beweglichen Vielfachkabel montiert, das die Ostseite des Moduls um etwa 0,5 m überragt und in den nächsten angrenzenden Modul gesteckt wird.

Bei Wechselmodulen gilt dasselbe. Ein West-West-Wechselmodul hat an beiden Seiten fest montierte Federleisten. Ein Ost-Ost Wechselmodul hat an beiden Seiten frei bewegliche Vielfachkabel mit montierten Stiftleisten im Steckergehäuse.

Jedem der beiden Richtungsgleise ist ein Steckplatz für eine Blockstellensteuerung zugeordnet, im Bild mittig auf den beiden grünen Platinen zu sehen. 

Pro Blockstelle benötigt man 1 Blockstellensteuerung (die sogenannte Blackbox), die als Impulsbreitensteuerung die aktuelle Fahrspannung für den Blockabschnitt liefert und abhängig vom Belegtzustand des folgenden Blocks das Abbremsen oder Beschleunigen steuert. Ein Blockabschnitt erstreckt sich in der Regel über mehreren Module und wird elektrisch in einen Fahrabschnitt und einen Halteabschnitt unterteilt. Die Blackbox wird in der Regel in den ersten Modul des Halteabschnitts eingesteckt. Alle anderen Module der Blockstelle enthalten statt der Blackbox Überbrückungsstecker, wie im Bild für Nord- und Südgleis gezeigt. Die Überbrückungsstecker bewirken, dass die Fahrspannung von der entfernt liegenden Blackbox korrekt an die Fahrgleise des jeweiligen Moduls eingepeist wird. Weiterhin schleifen sie die aktuellen Belegungszustände der benachbarten Blöcke durch.

Die Blackbox enthält neben der Fahrspannungssteuerung auch die Steuerlogik zum Ansteuern von Signalen und Schranken. Alle Blackboxes einer NFM Modulanlage werden aus einer zentralen Spannungsversorgung gespeist.

Aufgrund langjähriger praktischer Erfahrungen haben sich mittlerweile einige Aufbauvarianten herausgebildet. So wird mittlerweile bei vielen der neueren Modulen aus Effizienzgründen die Steuerelektronik nicht mehr auf der Modulunterseite verbaut, sondern an besonderen Modulstützen, den sogenannten Elektronikstützen (aktive oder passive), und von dort über eine 9-polige Sub-D Steckverbindung mit dem Modul verkabelt. Einzelheiten dazu können dem neuen Modulhandbuch entnommen werden, das auch die Anschlußbelegung der Modulsteckverbindung und der Blockstellensteuerung sowie die standardisierten Verdrahtungspläne enthält.

 

Eingleisige Module

Die elektrische Verbindung zwischen eingleisigen Modulen erfolgt über eine 9-polige, veriegelbare Steckverbindung der Bauart Mate-N-Log. Auch diese Steckverbindung ist aufgrund ihrer asymetrischen Bauweise verpolungssicher. Die Buchse derr Steckverbindung wird an der Westseite des Moduls montiert, der Stecker an der Ostseite. Auch Wechselmodule sind möglich. Hier gilt dasselbe wie bei den zweigleisigen Modulen.

Die Fahrspannungsversorgung erfolgt über handelsübliche Fahrspannungstransformatoren oder Selbstbau Handregler.
Mehrere Module können zu einer Betriebsstelle zusammengeschaltet werden, die gemeinsam von einem Fahrspannungsregler gesteuert werden. Die elektrische Streckentrennung zwischen benachbarten Betriebsstellen erfolgt über Schalter. Die Übergabe/Übernahme eines Zuges von einer Betriebsstelle zur anderen erfolgt herkömmlich auf Sicht unter Beachtung von Fahrspannungspegel und -polarität bei Überfahren der Trennstelle.

Einzelheiten können auch hier dem dem neuen Modulhandbuch entnommen werden.

 

Text: Jürgen Lantermann, Bild: Walter Rauffer

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