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Modulnorm - historisch Drucken

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Die Modulnorm der N-Bahn Freunde München hat eine lange Tradition.

Bereits im Jahr 1993 wurde die NFM Modulnorm erstmals in der einschlägigen Fachliteratur beschrieben und der Öffentlichkeit bekannt gegeben.

Manfred Baaske, der heutige 1.Vorstand der NFM, hat im Januar 1993 in der Erstausgabe der Zeitschrift "Der neue N-Bahner - die Monatszeitschrift für N'thusiasten", erschienen im Verlag W.Richter, München, diese Modulnorm erläutert.

Weil der damalige Beitrag heute noch recht hohe Aktualität hat und die Zeitschrift selbst antiquarisch heute kaum noch zu bekommen ist, haben wir im folgenden das Manuskript des damals erschienen Beitrags auszugsweise nachgedruckt.

Weitere interessante Artikel können über die Liste unsere Veröffentlichungen identifiziert werden.

 

 

Manfred Baaske schrieb 1993 in der Zeitschrift "Der neue N-Bahner" unter dem Titel 

"Modulnorm der N-Bahn Freunde München" :

 

"Im Verlauf des Jahres 1989 entwickelten die N-Bahn Freunde München (NFM) eine eigene Modulnorm für die Spurweite N. Obwohl bereits diesbezügliche Vorgaben für den Bereich der Spur N existierten, entschloss man sich zu einer eigenen Norm, da keine der bis dahin bekannten Ausführungen den Erwartungen der NFM entsprachen. FREMO wies anstelle der gewünschten zweigleisigen Trasse nur eine eingleisige auf, und NTrak schien uns auf deutsche Verhältnisse nicht ohne weiteres übertragbar.

Beispielgebend für die Vorstellungen der N-Bahn Freunde München war eine nichtelektrifizierte Strecke im süddeutschen Raum, wie sie etwa die Verbindung München - Lindau darstellt. Für eine zweigleisig Trasse entschied man sich, um eine dichte Zugfolge und somit einen für Betreiber und Zuschauer gleichermaßen attraktiven Betrieb durchführen zu können. Alle bisherigen Betriebserfahrungen und eine überaus positive Resonanz der Zuschauer bestätigten diese Entscheidung als richtig.

Um den Modulen eine handhabbare Transportgröße zu geben, wurde eine Modultiefe von 35 cm festgelegt. Bei einer Mindestlänge von 50 cm können die Module in 25 Zentimeter-Schritt vergrößert werden. Als Standardgröße hat sich der Rahmen mit den Maßen von 35 cm x 100 cm herausgestellt. Die Modulhöhe ab Boden bis zur Schwellenunterkante beträgt 100 cm, wodurch das Geschehen auf den Modulen auch von Kindern problemlos verfolgt werden kann. Obwohl es bisweilen großer Aufmerksamkeit bedarf, um allzu neugierige Kinderhände von der Anlage fernzuhalten, hat sich gerade diese Entscheidung als sehr nachwuchsfreundlich bewährt.

Das Seitenteil ist zwangsläufig genormt, um den Übergang von Modul zu Modul sicherzustellen, ansonsten verbleibt dem einzelnen Modulbauer ein Höchstmaß an gestalterischer Freiheit.

lm Hinblick auf die Landschaftsgestaltung wurde deshalb im Gegensatz zu anderen Modulnormen bewusst auf eine zu starke Reglementierung verzichtet. Es ist lediglich darauf zu achten, dass Straßen, Flüsse etc. nicht in Längsrichtung angelegt werden, da sie ansonsten am eigenen Modulrand enden und dadurch die Stimmigkeit der Gesamtanlage beeinträchtigen würden. Auf die Gestaltung von Winterlandschaften sollte zur Wahrung eines einheitlichen Gesamtbildes ebenfalls verzichtet werden. Auch hinsichtlich der Verwendung des Streumaterials bestehen keine Vorschriften. Mittlerweile haben sich jedoch die etwas edleren Materialien z.B. von Woodlands durchgesetzt.

Es gibt auch Sonderformen, die eine größere Tiefe als 35 cm aufweisen. Ein Bahnhof etwa ließe sich nur unter unzumutbaren Kompromissen auf einer Modultiefe von 35 cm darstellen. Die Sonderformen weisen zwar abweichende Modultiefen auf, passen sich jedoch an den Enden den Normstücken mit der leicht angedeuteten Landschaftskontur wieder an.

Derartige Sondermodule lockern, ebenso wie die diversen Eckmodule und Wendeschleifen das Gesamtbild der Anlage auf und ermöglichen einen variablen Aufbau auch um Ecken herum.

Mittlerweile beträgt die gesamte verfügbare Länge ca. 20 m, weitere Module sind derzeit in Planung bzw. Bau. So ist es möglich, bei jeder Veranstaltung, an welcher die N-Bahn Freunde München teilnehmen, je nach den gebotenen Platzverhältnissen die Anlage in abgewandelter Form aufzubauen. Gefahren wird mittels einer zentralen Stromversorgung, lediglich verschiedene Funktionsmodule verfügen über eine eigene Einspeisung. Die elektrische Verbindung der Module wird derzeit neu konzipiert, die Arbeit daran wird in Kürze abgeschlossen sein. Es wird zukünftig ein völlig neuer Kabelbaum in jedes Modul eingebaut.

Sobald die Umrüstung abgeschlossen ist, kann auch die Beschreibung der Modulnorm wieder gegen Voreinsendung von DM 5,- in Briefmarken bestellt werden."

 

Heute gibt es die Beschreibung der Modulnorm sogar kostenlos. Das heute gültige "Modulhandbuch 2010" kann freizügig von dieser Homepage heruntergeladen werden. Der Nachbau ist jedermann ausdrücklich freigestellt.

 

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